Energieeinsparverordnung EnEV

Der Wärmeschutz von Gebäuden wird nach der EnEV nachgewiesen. Hierbei werden die Wärmedämmung und die Heizungsanlage gemeinsam in den Nachweis einbezogen. Das heißt, eine schlechtere Wärmedämmung kann durch eine gute Heizungsanlage ausgeglichen werden. Es ist lediglich ein Mindestwert für die Wärmedämmung einzuhalten.

Bei der Heizungsanlage fällt besonders der Energieträger ins Gewicht. Strom wird z.B. mit einem Faktor 3,0 belegt, wohingegen bei Erdgas der Faktor 1,1 anzusetzen ist. Regenerative Energien werden noch besser eingestuft. Daher bietet die Anlagentechnik weit größere Möglichkeiten zur Erzielung guter Nachweiswerte. Beispielsweise bringt die Erhöhung der Dämmstoffdicke im Dach von 16cm auf 20cm bei einem Einfamilienhaus eine Verbesserung des Nachweisergebnisses um ca. 2%, während eine Solaranlage zur Trinkwassererwärmung zu einem um ca. 20% besseren Wert führt.

Diese Berechnungen werden z.B. auch den Förderungen durch die KfW zugrunde gelegt. Die KfW-60-Förderung (Jahresprimärenergiebedarf Q´´p,vorh. ≤ 60 kWh/(qm*a) ) ist im Normalfall nur mit Solaranlage zu erreichen.